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Das internationale Forschungsseminar „Iura privata in comparatione“ dient der Förderung der Exzellenzforschung im Bereich der Privatrechtsvergleichung, wobei besonderer Nachdruck auf die Nachwuchsförderung von jungen Wissenschaftlern gelegt wird. Geschichtlich knüpft der Name und die Idee der Seminarveranstaltung an die Lehr- und Forschungstätigkeit von Samuel Stryk an, eines europaweit bekannten Professors der Universität Viadrina aus dem 17. Jahrhundert, der in seinen Praelectiones Viadrinae de iuris privati einen frühen und wichtigen Beitrag zur Privatrechtsforschung leistete.

Auch das Konzeptseminar des „Iura privata in comparatione“ bricht aus den herkömmlichen nationalen Veranstaltungsrahmen aus und entgrenzt den rechtswissenschaftlichen Forschungshorizont um somit den heutigen Bedürfnissen der Zeit Rechnung zu tragen. Die Rechtsvergleichung spielt aufgrund der fortschreitenden ökonomischen und sozialen Integration in Europa eine zentrale Rolle und der Prozess der Rechtsangleichung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Rechtsordnungen trägt maßgeblich dazu bei, das nationale Recht fortzuentwickeln, neue Herausforderungen zu bewältigen und hohe gemeinschaftliche Rechtsqualitätsmaßstäbe in Europa zu setzen. Dieser für jeden Bürger spürbaren Mehrwert der europäischen Integration kann gerade in Zeiten der wachsenden EU-Skepsis nicht genug hervorgehoben werden. Um allerdings die Vor- und Nachteile der Anwendung nationalen Rechts beurteilen zu können, und diese Erkenntnisse fruchtbar auf EU-Ebene zu übertragen, bedarf es zwingend rechtsvergleichender Exzellenzforschung.

Das „Iura privata in comparatione“ nimmt eine Brückenfunktion auf dem Gebiet der Rechtsvergleichung ein und bietet den Wissenschaftlern neue Möglichkeit, sich etwa mit der methodologischen Vorgehensweise im Ausland bei der Durchführung rechtsvergleichender Studien vertraut zu machen. Das Seminar selbst soll einem grenzüberschreitenden Erkenntnisgewinn sowie die Überprüfung der eigenen Forschungsmethoden und Forschungsergebnisse erleichtern. Insbesondere junge Nachwuchswissenschaftler erhalten die Möglichkeit, ihre bisherigen Forschungsergebnisse einer externen, kritischen Würdigung zu unterziehen. Dabei sollen insbesondere deutsche Wissenschaftler für eine Zusammenarbeit mit polnischen Kollegen ermutigt werden. Hierdurch wird bezweckt, einen wichtigen Beitrag zur besseren Ausbalancierung des Wissenschaftsaustausches zwischen beiden Ländern zu leisten. Auf dieser Basis soll ein deutsch-polnisches Netzwerk von Privatrechtswissenschaftlern aufgebaut werden. Damit wird der Rechtsdialog zwischen Polen und Deutschland sowohl im regionalen als auch europäischen Kontext gefördert.

Rahmenprogramm

Internationales Forschungsseminar Iura privata in comparatione POSTER 1

 

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